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Standzeit mit OSG-Fräsern erhöht

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August 2018 – Standzeit mit “Plusline”-Fräsern und “PFB”-Kugelfräsern von OSG erhöht:

maschine+werkzeug 06/2018:

Mit den Fräsern der ›Plusline‹-Serie und den ›PFB‹-Kugelfräsern von OSG ist Formenbau Züttlingen Anfang dieses Jahres neue Wege gegangen. Überrascht war der Hersteller vor allem von der Präzision und den Standzeiten.

Eine höhere Zerspanleistung und Prozesssicherheit waren Grund genug, künftig auf Gewindebohrer der A-Serie in Verbindung mit der Gewindeaufnahme “Synchrofit” von OSG zu setzen.

Mit den Miniaturfräsern ab 0,4 mm Durchmesser wurden beim Gravieren die zeit- und kostenintensiven Ätzfolien ersetzt.

Michael Fortner, Sven Clement und Andreas Horch (von links) von Formenbau Züttlingen setzen auf hochwertige Werkzeuge von OSG.

Der Formenbau in Züttlingen bearbeitet Formen für Radhausschalen-Verkleidungen, KFZ-Türträger oder Heckdeckel.

https://www.maschinewerkzeug.de/werkzeuge/uebersicht/artikel/standzeit-erhoeht-6792654.html

Qualitätsprobleme führten beim Formenbau in Züttlingen dazu, beim Gewindeschneiden die Gewindebohrer der A-Serie in Verbindung mit der Gewindeaufnahme ›Synchrofit‹ von OSG zu testen.

Eine 20 Prozent höhere Zerspanleistung und eine Steigerung der Prozesssicherheit waren das Ergebnis der Tests. Ein Ergebnis, mit dem der Teamleiter der mechanischen Fertigung, Michael Fortner, nicht gerechnet hatte: »OSG war mir ein Begriff und ich wusste, dass OSG beim Gewindeschneiden stark ist. Überrascht hat mich aber dennoch, dass wir die Zerspanleistung gegenüber unseren bisherigen Gewindewerkzeugen relativ schnell steigern konnten.«

Diese Optimierung sieht Michael Fortner allerdings in der Verbindung von Gewindebohrer und Gewindeaufnahme. Denn die Spindeln der Maschine sind alle synchronisiert. Mit den Synchrofit-Futtern und dem Schnittdruckkompensator lässt sich der Druck sowohl axial als auch radial kompensieren. »Deshalb sind wir mittlerweile auf allen unseren Maschinen auf diese Synchrofit-Aufnahmen umgestiegen«, ergänzt Michael Fortner.

Aufgrund der positiven Ergebnisse wurden weitere Werkzeuge von OSG getestet. Bei Gravuren hatte das Unternehmen beispielsweise mit zeit- und kostenintensiven Ätzfolien gearbeitet. Mit dieser Vorgehensweise konnte Formenbau Züttlingen auf Kundenänderungen nicht flexibel reagieren. Aus diesem Grund wurden die Fräser der ›Plusline‹-Serie EPL/EPS getestet.

Konkret ging es zunächst um Miniaturfräser ab Durchmesser 0,4 Millimeter, später auch um größere Durchmesser, um die Taschen für Clips für Kühlergrills oder Türträgerplatten einzubringen. Bei derartigen Bearbeitungen – überwiegend in Werkzeugstahl 1.2738 – war das Problem die Werkzeugabdrängung. Dieses Problem sollte OSG mit optimierten, speziellen Kantenpräparationen und der besonderen Schneidengeometrie reduzieren, um damit mehr Laufruhe zu erreichen. Die Laufruhe wirkt sich neben der Präzision äußerst positiv auf die Standzeit aus.

Dass die Fräser der Plusline-Serie seit einigen Monaten in Züttlingen zu Standardwerkzeugen geworden sind, hat für Betriebsleiter Andreas Horch einen einfachen Grund: »Wir sind ein innovativer Formenbau, der sich im Premiumsegment bewegt. Um weiter in dieser Liga zu spielen, optimieren wir unsere Formen kontinuierlich und werden auch den hohen Anforderungen hinsichtlich Maßhaltigkeit unter 0,02 Millimeter gerecht.« Das ist mit ein Grund, warum sich der Formenbauer bei der Werkzeugauswahl ausschließlich auf qualitativ hochwertige Hersteller konzentriert. »Mit der Plusline-Serie von OSG haben wir Werkzeuge gefunden, die unseren Anforderungen in vollem Umfang gerecht werden«, betont Horch.

Nun gestalten die Werkzeughersteller die Fräser sehr unterschiedlich. So wird beispielsweise mit einer Freisetzung hinter der Schneide oder aber mit einer Weldonfläche am Schaft für ein universelles Spannen gearbeitet. Der Vorteil bei OSG ist laut den Verantwortlichen in Züttlingen, dass die Werkzeuge exakt den Anforderungen entsprechen und als Katalogware verfügbar sind.

 

ÜBERRASCHENDE LEISTUNG

Beim Formenbau Züttlingen wurden auch vor den Tests mit OSG effizient und präzise gefräst. Dass sich die Offenheit für Neues allerdings schnell rechnen kann, macht das Beispiel des Kugelfräsers “PFB” deutlich. Das Wendeplattenwerkzeug von OSG wird seit Kurzem in Züttlingen zum Schlichten von Hauptpflächen eingesetzt. Auch hier kam der Einstieg von OSG nur über Tests zustande.

Ein Fräswerkezug mit einer Zwölf-Millimeter-Kugel aus Vollhartmetall ist sehr kostenintensiv, wie Michael Fortner weiß: “Deshalb haben wir nach einer wirtschaftlichen Alternative gesucht.” Herkömmliche Wendeschneideplattenwerkzeuge bringen aber in 1.2738 für gewöhnlich nicht die Standzeit. Das zumindest haben die Tests mit anderen hochwertigen Werkzeugen gezeigt. “Deshalb habe ich das auch OSG nicht zugetraut. Das Ergebnis hat mich dann doch sehr überrascht”, so Fortner.

Dieser Test hatte es in sich: Vorgeben waren die Oberflächengüte, die Schnittwerte und Standzeiten gegenüber Kugelfräsern aus Vollhartmetall. Das Ergebnis: Mit dem Wendeplattenwerkzeug PFB mit einer Radiusgenauigkeit von ± 6 Mikrometern wurde die Oberflächengüte eines Vollhartmetallkugelfräsers erreicht. Der Verschleiß konnte durch die spiralisierte, stabile und extrem scharfe Schneidekantengeometrie halbiert werden. Nach dem Einsatz über 22 Stunden in einer Härte von 48 bis 50 HRC wurde ein Verschleiß von 0,015 Millimetern festgestellt. Aufgrund der hohen Oberflächengüten bei kurzen und langen Auskraglängen und der Virbrationsreduzierung hat sich Formenbau Züttlingen entschieden, schrittweise auf diese Wendeplattenwerkzeuge umzustellen. www.osg-germany.de

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